Lager 2017

HELA 2018

Lagermotto: Klinik Hanapepe

Ort: Oberberg – 6434 Illgau

Lagerleitung: Michaela Zellweger

Küche: Tanjia Meyer, Sibylle Zimmermann und Gregor Kälin


Samstag 30.09.2017 Hawaii Ahoi

Pack eure Sachen in den wasserdichten Seesack! Ein Jahr ist es her, dass wir mit Pipi auf Abenteuern auf hoher See waren. Als kleines Andenken kam sie nun zum Entschluss uns eine kleine Überraschung zu bescheren. Eine ganze Woche nach Honolulu in Hawaii. Wir machen uns auf den Weg nach Illgau SZ, um dort die Nacht zu verbringen und dann nach Kloten ZH weiterzureisen. 

Aufgrund eines Brandes im Hotel Hanapepe können die Zimmer noch nicht bezogen werden. Diese unglücklichen Zufälle führen zu einem recht kuschligen Aufenthalt im Saal vom Hotel. Der liebe Rezeptionist vom Hotel namens Ordelman scheint vom Brand kaum betroffen.


Sonntag 01.10.2017 Fata Morgana

Erster Tag in der Klinik Hanapepe. Totales Chaos und Verwirrung beherrschen den Alltag. Bereits am Morgen sahen die Leitungspersonen merkwürdige gestalten und Dinge die es gar nicht geben sollte. Nach dem Morgenessen wurde es, dann einigen Leitern zuviel und sie flüchteten vor Angst in die Wildnis. Unsere fleissigen Mitpatienten die nicht von dieser Krankheit betroffen waren halfen uns auf der Suche nach unseren Leitern. Mit viel Ehrgeiz und Glück konnten die Leiter unversehrt zurück gebracht werden. Nach einer kräftigen Stärkung durch Fajitas war es uns möglich am Nachmittag ein Rezept gegen die Krankheit zu erkämpfen, welches wir am Abend enträtseln und in ein Medikament umwandeln konnten. Nach dieser harten Arbeit gelang es den Patienten die Leiter von ihrer Krankheit zu befreien.

Logbuch des Wärters:

(08:00) Die Krankheit ist ausgebrochen. Bei den älteren Patienten mit Leitungsqualitäten sind starke Symptome ausgebrochen, beim Rest gibt es nur minime äussere Symptome. Beobachtung: Alter verstärkt die Krankheit

(08:30) Patienten 001;002;004 und 008 haben starke Halluzinationen und sind geflohen. Ich muss sie wiederlegen, um ausgedehnte Studien zu beginnen.

(10:15) Die entflohenen Subjekte sind wieder unter meiner Aufsicht, intensive Versuche können gestartet werden.

(15:25) Die Patienten haben erfolgreich ein Rezept für ein Heilmittel erkämpft. Sollte es diese Krankheit heilen, bin ich ein reicher Mann. Das Mittel wird soeben im Labor synthetisiert.

(22:00) Die Symptome sind bekämpft, doch die Krankheit ist nicht geheilt. Die Testobjekte werden wahrscheinlich starke Nebenwirkungen erfahren…


Montag 02.10.2017 Coloritis

In der Klinik Hanapepe brach am 02.10.2017 die äusserst seltene Krankheit “Coloritis” aus. Das führte zu exzessivem Ausdruck von Liebe gegenüber einer bestimmten Farbe.

Am Morgen gab es eine kleine Therapiesession, bei dem die Kinder helfen durften. Die Patiente simulierten eine Krankheit und die Therapeuten gaben diverse Tipps, welche dann dazu führten, dass  die Patienten in fast allen fällen mit ihren Krankheiten umgehen konnten. 
Am Nachmittag gab es einen Konkurrenzkampf zwischen den Farbpräferenzen. Ein Bändelikampf zeigte die Dominanz von Team Türkis.

Am Abend gab es eine Razzia geführt durch die eiserne Hand des Klinik-Oberwärters Ordelman. Es wurden in allen Schlafzimmern unerlaubte Substanzen entdeckt, was dazu führte, dass es eine grosse Kollektivstrafe für die ganzen Klinikpatienten gab. Abgeschlossen wurde der chaotische Tag durch eine crémeartige, nach Vanille schmeckende Substanz, welche die Krankheit “Coloritis” besiegte, jedoch als Nebenwirkung eine grauenvolle Krankheit mit sich brachte. 

Logbuch des Wärters:

An diesem Morgen vermische ich mich etwas mit den Patienten, um ihnen glaubhaft zu machen, dass ich auch die Hilfe brauche als kleine Motivation. Es klappt perfekt. Wie erwartet.
Sie scheinen einen Konkurrenzkampf zu starten, da sie alle beharrlich drauf sind, dass sie die beste Farbe repräsentieren. Erinnert mich an Politiker.
Patient Nr. 002 scheint es am meisten nötig zu haben. Mit einem überragendem Sieg zeigt er seine Dominanz. Interessant.

Diese verdammten Patienten. Wie wagen sie es sich mir zu widersetzen? Meine Untertanen bläuen ihnen die Disziplin, die Zucht und die Ordnung in ihnen ein. Sehr gut. Das scheint vorläufig meine Wut zu stillen. Werde ich auch krank? 


Dienstag 03.10.2017 Eh Was?

Da unser Küchenteam das Frühstück vergessen hat, gab es Brot vom Samstag, Reste des vorigen Tages und KEIN Nutella. Leider war davon auch das Mittagessen betroffen, deshalb mussten wir uns die Zutaten erspielen.
Im grössten Regen suchten und kämpften wir um Tomatensauce, Mozzarella, Pilze, Pizzateig und vieles mehr. Als dann auch das Mehl gefunden wurde, zauberte uns die Küche eine wunderbare Pizza.

Was war nur mit unseren Leitern los? Nach dem Mittagessen begrüssten sie und wieder mit «Guten Morgen, habt ihr gut geschlafen?» Abermals mussten wir uns unsere Pizzazutaten erkämpfen, dieses Mal jedoch im trockenen Haus.

Nach dem lang ersehnten Pizzaabend essen, begrüsste uns die Leiter abermals mit «Guten Morgen, habt ihr gut geschlafen?» Weil es so schön war spielten wir um eine süsse Pizza für das Dessert. Die Dekoration war dabei die Medizin gegen die Vergesslichkeit der Leiter.

Nach einem «sehr» abwechslungsreichen Tag kuschelten wir uns in unsere Schlafsäcke um von einer grossen Pizza zu träumen.

Logbuch des Wärters:

Die Leiter werden langsam verrückt, sogar das Küchenteam scheint betroffen zu sein. Obwohl ich sehr gerne Pizza esse, muss dies nicht dreimal am Tag sein. Ich kann Pizza nun nicht mehr sehen. Das schlimmste, die Leiter wissen einfach nicht mehr, was sie vor 10 Minuten gesagt oder getan haben. Meine Tarnung zu halten wird nun immer Mühsamer. Das Krankheitsbild immer ausgeprägter. 

Zwei Patienten dachten sie müssen dem Personal aufmüpfig werden, sie wurden mit dem Beruhigungswasser geduscht. 


Mittwoch 04.10.2017 Angstitis

Ängstliche Leiter stürmten unsere Schlafräume. Da sie Angst vor spitzen Dingen hatten, gab es dieses Mal kein Besteck beim Frühstück. Die anfängliche Scheu vor dreckigen Fingern verflog bald.

Schreiend rannten die Leiter weg von unserem Lagerhaus, denn warum auch immer, fanden sie das Haus erschreckend. In einem 5-Zonen Game mussten wir die Leiter wieder an das Haus gewöhnen. Nach dreckigem Fight und viel Kraftaufwand, konnten wir sie mit ihrer Angst konfrontieren und retten.

Zum Mittag gab es Spaghetti, ohne Besteck, eine lustige Angelegenheit. Welche Esstechnik sich am Schluss bewährt hat, sah man an unseren dreckigen Gesichtern.

Da unsere Zimmer so chaotisch waren, wurden wir vom Oberwärter zurechtgewiesen. Zum Glück bestanden wir die Aufgabe mit Bravur und wurden mit der Durchführung des Lagerkiosks belohnt.

Danach spielten wir vier verschieden Arten von Fussball. (Rollerball, Löffelfussball, Ameisenfussball und Päärlifussball) Es war Kinder gegen Leiter und wenn unser Oberwärter nicht beschissen hätte, hätten wir auch gewonnen. Dafür merkten wir nun, dass der Oberwärter uns vergiftet hat und schuld an unseren Krankheiten ist. Es gab ein Tribunal und er wurde enttarnt.

Beim Lagerfeuer am Abend fesselten wir den Oberwärter. Wir assen sehr feine Suppen und grillierten tolle Drahtwurst (Wursträdeli auf deinem langen Draht aufgespiesst). Danach sangen wir stundenlang Lieder bis wir uns dann müde in die Federn warfen.

Logbuch des gefangenen Wärters:

Ich wollte schon immer Mal ohne Besteck essen und heute ging mein Traum in Erfüllung. Sowohl Frühstück, Spaghetti wie auch die Würste am Abend konnte ich genüsslich mit den Händen essen. Diese Esstechnik fand jedoch nicht bei allen Patienten anklang, einige scheinen ein Problem mit dreckigen Fingern zu haben. Beim Spiel um Geld konnte ich meine Gier nicht zurückhalten und habe unglücklicherweise etwas Geld mitgehen lassen. Meine Tarnung flog auf und so muss ich jetzt leider in meiner 3×3 Meter grossen Zelle mein Logbuch schreiben. Essen ist nach wie vor sehr gut.


Donnerstag 05.10.2017 schwarz, schwärzer, schwarz

Ein dunkler Tag in der Klinik Hanapepe.
Die Nebenwirkungen der Medikamente haben uns in ein tief schwarzes Loch gezogen, aus dem wir nur schwer herauskommen. Die Krankheit «schwarz, schwärzer schwarz» hat uns vollkommen im Griff Die sich aufbauende Depression stürzt uns ins tiefe Dunkle unserer Psyche. Am Morgen haben wir versucht uns mithilfe eines Spielturniers mit Blachenvolley, Rugby und Fussball etwas aufzuheitern. Es hat zwar etwas geholfen, aber wir sind immer noch in den Abgründen unserer Gedanken gefangen. Der Besuch von Hubi hat für ein wenig fröhliche Stimmung gesorgt. Den Nachmittag verbrachten wir mit weiteren sportlichen Aktivitäten.

Am Abend haben wir uns ein wenig Entspannung gegönnt. Mit dem Pfötschliabend, mit Zinngiessen, Massagen, Sauna, Guezli und gemütlichem Beisammensein waren fast alle schlechten Gedanken verflogen. Weil aber doch noch nicht alles Schlechte aus unseren Köpfen verbannt wurde, haben wir versucht uns mit eine wenig Nachtsport auf andere Gedanken zu bringen.

Logbuch des Wärters:

(08:00) Ich wurde gefesselt und mir wurde ein Medikamenten Cocktail  verabreicht. Die Traurigkeit übernimmt mich, was passiert nur mit mir.

(21:00) Der Wärter hat vor lauter Traurigkeit die Seiten nur mit Wasser bedeckt


Freitag 06.10.2017 Räupchen immer satt- nimmersatt 

Die Heilung unserer  Krankheit rückt in greifbare Nähe. Wir haben von Scotland Yard erfahren, dass es überall auf der Welt Teile eines Rezeptes gibt, mit dem man ein Medikament herstellen kann, um unsere Krankheit zu heilen. Den  heute stattete uns das Räupchen (N)immersatt einen Besuch ab. Manchmal konnten wir uns kaum satt essen und manchmal konnten wir keinen Bissen herunter bringen. Da die Rezeptteile von Scotland Yard auf der ganzen Welt verteilt waren und eingeflogen werden mussten, waren diese extrem teuer. Durch geschickte Manipulation des Aktienmarktes hatten wir genügend finanzielle Mittel um die Transportkosten für das Rezept zu bezahlen.

Am Nachmittag haben wir mithilfe des Rezeptes die benötigten Zutaten im strömenden Regen gesammelt und das Medikament in Form einer Salbe hergestellt.
Am Abend haben wir das Medikament eingenommen und waren endlich von unseren Leiden befreit. Dies mussten wir natürlich gebührend feiern. Beim Fondueplausch im Kerzenschein haben wir unsere erfolgreiche Heilung gefeiert.

Logbuch des Wärters:

Von gestern ist immer noch mein Logbuch am trocknen, ich hoffe es ist morgen wieder trocken.


Samstag 07.10.2017 Geheilt

Seit gestern am Abend sind wir endlich geheilt. Nun steht nur noch die Abreise aus dieser nicht so schönen, aber mit Erinnerungen gefüllter Klinik. Der Wärter, der uns vergiftet hat ist auch spurlos verschwunden. Geheilt ist er auch, aber er ist hoffentlich nicht mehr am andere Leute vergiften. 

Die Heimreise war natürlich begleitet durch eine Wanderung. Wir nahmen die praktisch gleiche Route wie bei der Reise nach Hawaii mit Umleitung zur Klinik. 

Logbuch des verschwundenen Wärters:

Diese Vollidioten hätten mich fesseln sollen. Wartet nur. Ihr werdet für diese Erniedrigung bezahlen.