Lager 2020

Quelle: http://www.ferienhaus-kaisten.ch/

HELA 2020

Lagermotto: Prison Break

Wo: Rickenbach (SZ) 6432

Lagerleitung: Dominik Ordelman und Loana Portmann

Küche:  Cornelia Theiler, Manuel Schmidlin und Simon Fuchs


Samstag 26.09.2020

Nach einem abwechslungsreichen Lagersegen machten wir uns auf den Weg nach Luzern. Dort bauten wir verschiedene Gebäude und Freizeiteinrichtungen, um die Architektin von unserem Können zu überzeugen. Alle Projekte wurden für gut befunden und somit konnte die Reise nach Schwyz weitergehen. Kurz vor Seewen Schwyz kam ein strenger Billettekontrolleur vorbei. Als dieser bemerkte, dass unsere Tickets ungültig sind, warf er uns kurzerhand aus dem Zug. Neben einer saftigen Buse mussten wir nun einen noch weiteren Wanderweg zurücklegen. Trotz der strengen Wanderung und des regnerischen Wetters kamen wir alle wohlbehalten in unserem Lagerhaus an. Dort gab es dann eine Razzia, da neben den fehlenden Tickets noch weitere «Straftaten» von den Teilnehmern begangen wurden. Zum Glück gab es von der Küche noch ein feines Risotto, somit war die Inhaftierung nur halb so schlimm. Mal sehen, was der morgige Tag noch alles so bringt.


Sonntag 27.09.2020

Mit morgenrotem Himmel fing für die Gefangenen der Tag an. Nach einer kurzen Ansprache des Gefängnischefs wurde die Fahne, musikalisch begleitend vom Schweizer Psalm gehisst. Einigen Häftlingen wurden ihre Privilegien entzogen: Dazu gehört Essen ohne Besteck und Stuhl, sodass sie ihre Mahlzeiten am Boden einnehmen mussten. Anschliessend nach dem Frühstück begann der Knastaufenthalt mit einer Stärkung des Bandengeistes. Die Häftlinge zeigten ihr Geschick mit flinker Fingerfertigkeit während des Bändeligames. Die glorreichen Gewinner dieses Spiels durften am Mittag die Mahlzeit als Erstes entgegennehmen.

Das ausgiebige Mittagessen gab den Gefangenen genügend Energie, um die interne Machtposition der verschiedenen Banden erfolgreich zu meistern. Später fand ein erster Kontakt zwischen Anna Bolika und den Bandenchefs statt. Anna Bolika bot ihnen hilfreiche Gegenstände an, damit sie einen Gefängnisausbruch verüben können.


Montag 28.09.2020

Mitten in der Nacht, aus dem Tiefschlaf gerissen und um Material beklaut konnte unser Tag nicht besser beginnen. Die Razzia in der Nacht war eine Katastrophe. Der Deal zwischen einem Wärter und den Tschuniors wurde aufgedeckt.

Als Sozialarbeit mussten wir nun das Material für eine Festivalzeltstadt sammeln, damit wir diese am Nachmittag aufbauen können. Als wir nach dem Mittag am Aufbauen der grossen Nomadenzelte waren, berichtete uns die Wärterin ‚Rosa Wolke‘ davon, dass sie die Zelte zum Zwecke eines Ausbruchs für uns schmieren konnte. Von den unwissenden Wärtern angeleitet, standen die Zelte schnell und stabil und wir freuten uns schon schelmisch darauf die Wärter so blosszustellen.

Am Abend gab man uns den Auftrag unsere ursprünglichen Straftaten mit Rehabilitationstheater zu verarbeiten. Da die Angestellten des Gefängnisses nur schlecht miteinander kommunizierten, konnten wir auch Szenen wie Überfälle oder Ausbrüche darstellen. Dies gefiel den einflussreicheren Gefängnisangestellten gar nicht. Wir wurden ohne Lob zum Fahnenniederholen und dann unmittelbar auf die Pritsche geschickt.


Dienstag 29.09.2020

Die Küche war heute etwas schusselig unterwegs und hat das Geschirr und Essen vom Mittag verlegt. So mussten wir in einem Spiel über vier Runden unser Mittagessen hart verdienen. So wurden wir mit einem feinen Ragout, Polenta und Broccoli verwöhnt.

Am Nachmittag mussten ist dann unser Teller verschwunden. Wir sammelten deshalb Taler, damit wir wenigsten eine Konservendose als Essbehälter haben. Somit passte das Abendessen, dass aus Ravioli bestand, super zum Nachmittagsblock.

Zur Unterhaltung veranstaltete das Gefängnispersonal einen Casinoabend. So spielten wir Roulette, Black Jack, Poker, Würfelspiele und 4 gewinnt. und gewannen oder verloren viel Geld. Als Erfrischung gab es an der Bar feine Getränke und Snacks. Ganz heimlich dealten wir auch noch mit einigen Gefängniswärtern und planten einen Ausbruch. Jetzt warten wir nur noch bis die Nacht anbricht und es genug dunkel ist.


Mittwoch 30.09.2020

In der Nacht kam Wärterin Rosa Wolke in unsere Zellen und sagte:,“ Es ist soweit wir können Ausbrechen alles ist vorbereitet.“ Wir packten unser nötigstes Proviant und gingen in die dunkle Nacht hinein, mit dem Ziel die Zelte zu erreichen. Dort angekommen machten wir es uns in den Zelten gemütlich und hofften das wir die Nacht gut überstehen werden. Wo wir aber alle Eingeschlafen sind weckten uns bellende Hunde und wir sahen nur noch grelle Lichter. Unsere Zelte wurden gestürmt, „Nein sie haben uns erwischt!“. Es waren die Wärter die uns gefunden haben. Sie führten uns wieder zurück zum Gefängnis, es wurden uns alle Privilegien die wir hatten gestrichen. Rosa Wolke musste in Untersuchungshaft, weil ihr Beihilfe zur Flucht vorgeworfen wurde.

Die Nacht war von Höhen und Tiefen dominiert. Wir fanden dadurch fast keinen ruhigen Schlaf. Am Morgen waren unsere Gedanken immer noch bei Rosa Wolke, was wird bei ihr wohl passieren. Beim Morgenapell informierte uns, unser Direktor das sie frei Gestellt wurde und sie nicht mehr kommen wird. Rosa Wolke hat uns schon vor einiger Zeit bei einem Programm für Überlebungstechniken angemeldet, was für unseren nächsten Ausbruch sicherlich Hilfreich sein wird. Es kamen vier Experten aller Welt um uns in einem Parkour zu Zeigen wie schnell man verschieden Hindernisse überwinden kann. Wir machten zweier Teams und gingen jeden Parkour durch und stoppten die Zeit. Es war ein regelrechter Wettkampf um die Bestzeiten. Denn am Schluss das Team Bebisch mit 65 Sekunden gewann.

Die kleine Zwischenverpflegung am Mittag stärkte uns für das nächste Programm was wir absolvierten. Die Experten zeigten uns wie wir eine Karte lesen müssen und wie wir uns im Gelände orientieren könne, ohne dass wir uns verlaufen. Wir wissen jetzt sehr viel mehr und wir werden uns so schnell nicht mehr verlaufen.

Unser Geschick wurde heute Abend sehr auf die Probe gestellt, wir mussten nicht nur uns im Dunkeln orientieren sondern auch noch ein Teelicht am Brennen behalten. Wenn wir dieses geschafft hatten gab uns ein Experte ein Leuchtstab mit dem wir am Schluss ein Bild erschaffen hatten. Es entstand innerhalb kürzester Zeit, wunderbare Kunst die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Küche spendierte uns ein kleines Dessert und wir gingen müde in unsere Zellen und legten uns Schlafen.

Plötzlich gab es in der Haftanstalt ein riesigen Lärm, zwei Personen streiten sich lautstark in den Gängen, es zerfielen Scheibe, ein riesiges gepöbel und dann fielen sieben Schüsse. Wir schauten durch unsre Gitterstäbe uns sahen Herr Bert Herbert am Boden liegen es standen schon sehr viele Wärter um im herum. Die Polizei ist jetzt da und untersucht den Tatort. Morgen werden wir sicher mehr erfahren. Was für eine Nacht.


Donnerstag 01.10.2020

Wir wurden in der letzten Nacht von Schüssen, Geschrei und Gepolter geweckt und mussten heute Morgen mit Schrecken feststellen, dass unser Gefängnisanwalt Herr Bert Herrbert umgebracht wurde. Leider kennen wir den Mörder und das Motiv noch nicht. Es gibt aber auch gute Nachrichten, denn unsere Strafakten wurden gestohlen und als Fährte ausgelegt. Somit gelang es uns heute Morgen diese auf einer Schnitzeljagd alle zu finden.

Am Nachmittag mussten die Gefangenen in einem Zonengame ihre wiederbeschafften Akten durch das Gefängnis schmuggeln, was dann auch allen gelang. Der Nachmittag endete danach mit einer kleinen Schlammschlacht.

Die geschmuggelten Strafakten verbrannten wir nach einem feinen Nachtessen am wunderbaren Lagerfeuer, an dem wir trotz ein bisschen Regen noch Lieder sangen und gemütlich beisammen sassen. Nach einer feinen Schoggibanane und einer warmen Dusche fielen wir alle todmüde ins Bett.


Freitag 02.10.2020

Der Hauswart im Gefängnis ist heute Morgen zu uns gekommen und hat uns mitgeteilt, dass er Informationen über die Wärter besitzt die uns helfen auszubrechen. Diese mussten wir uns jedoch erkämpfen, durch ein Aktengame gegen die bösen Wärter.

Am Nachmittag war unser Ziel diese Informationen und uns selber aus dem Gefängnis heraus zu bekommen. Dies geschah durch ein «Lass die Sau raus» Zonengame.

Am Abend feierten wir alle unseren Ausbruch mit einen geschmückten Festmahl, lauter Musik und ausgezeichneter Stimmung. Der Tag endete mit einem Radiobeitrag, der alle Wärter entlarvt und uns die Freiheit schenkt.